Geistlicher Impuls

Ich glaube, hilf meinem Unglauben (Markus 9,24)

Die Jahreslosung für dieses Jahr rückt das Stichwort „Glaube“ in den Mittelpunkt. Glaube ist zuerst ein schillernder Begriff. Wir verbinden bestimmte Bilder damit. Da halten manche einen „tiefgläubigen“ Menschen für eher leichtgläubig. Andere tun sich schwer mit dem Glauben. Wem kann ich denn glauben und Vertrauen schenken?

Es gibt auch die Möglichkeit einem Irrglauben aufzusitzen. Was ist, wenn sich mein Glaube als Trugschluss erweist? Was, wenn mein Glaube nicht stark genug ist, um sich in Krisenzeiten zu bewähren? Viele Menschen sagen, sie hätten irgendwann ihren Kinderglauben verloren. So naiv seien sie nicht mehr. Dabei geht es um die entscheidende Frage, wem wir Vertrauen schenken. Ist er glaubwürdig?

In Markus 9 wird uns ein verzweifelter Vater vorgestellt, der einen unheilbar kranken Sohn hat. Was hat er nicht alles versucht, um ihm zu helfen? Auf der Suche nach Jesus war er bei seinen Jüngern gelandet und auch da wieder Fehlanzeige. Was für eine Enttäuschung für den Vater, den Jungen, die Jünger und auch die anderen Zeitgenossen, die dabei waren. Keiner konnte ihm helfen.

Dann war da noch Jesus. Er wirkt etwas abweisend und spricht vom Glauben. Da schreit der Vater los: „Ich glaube, hilf meinem Unglauben.“ Er setzt alles auf eine Karte, jetzt oder nie. Seinen ganzen Glauben macht er an Jesus fest. Und da ist immer auch noch ein Stückchen Unsicherheit dabei. Es ist noch nicht alles im Lot, aber Jesus ist da. Und wenn nicht er, wer sonst?

Ich wünsche mir, dass uns dieser Hilferuf in diesem Jahr begleitet. Wir kommen immer wieder an unsere eigenen Grenzen, auch glaubensmäßig. Wir brauchen keinen starken Glauben, denn wir haben einen starken Herrn.

Ihr Michael Lohrer

Herrnhuter Losungen

Mittwoch, 19. Februar 2020
Gott, der HERR, der Mächtige, redet und ruft der Welt zu vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang.
Gott war in Christus und versöhnte die Welt mit ihm selber und rechnete ihnen ihre Sünden nicht zu und hat unter uns aufgerichtet das Wort von der Versöhnung.