Geistlicher Impuls

Es ist doch seltsam. Kaum sind die letzten Weihnachtsbäume abgeräumt, die Weihnachtsdekoration verstaut und alles wieder hergerichtet, da denken wir schon an die bevorstehende Passionszeit. Krippe und Kreuz gehören zusammen, nicht nur weil beide aus Holz sind. Dazu gesellt sich die Hoffnung auf einen schönen Frühling, wenn schon der Winter nicht so winterlich war. Irgendwie ist es wirklich seltsam. Wir sind immer so in Erwartung des neuen, der anderen Zeit. Wir wünschen uns, dass etwas besser und schöner wird, wir warten und wissen manchmal gar nicht ganz genau worauf. Eigentlich sind wir Menschen immer im Wartezustand oder erinnern uns an das, was hinter uns liegt, manchmal sogar in ferner Vergangenheit. Was ist aber mit dem heute, dem jetzt? Haben wir nicht schon viel erreicht? 
 
Johannes sagt es so: 
 
Die Gnade und Wahrheit ist durch Jesus Christus geworden.
Johannes 1,17
 
Also es ist jetzt schon etwas da, gegen alles bange Fragen und Erwarten. Alles, was wir dringend nötig haben, ist schon geworden. Natürlich gehören der Rückblick und der Ausblick zu unserem Leben, wichtig ist aber unser Hier und Jetzt. Diesen Blick brauchen wir, der alles bei uns verändert. Gnade und Wahrheit, von beiden singen wir immer wieder im Gottesdienst und sie sind jetzt wirklich da. Die Gnade Gottes ist jetzt in meinem Leben gegenwärtig. Seine Wahrheit steht felsenfest da. Beide sagen mir, wer ich bin und was es bedeutet, dass Jesus in meinem Leben heute gegenwärtig ist. Was sind wir reich beschenkt! Das kann uns niemand bieten außer Jesus.
 
Ich wünschen allen eine gute und gesegnete Passionszeit und die Erfahrung seiner Gnade und Wahrheit, die mehr ist als alles, was wir zu Stande bringen.


Ihr Michael Lohrer

Herrnhuter Losungen

Donnerstag, 22. Februar 2018
Sollte Gott etwas sagen und nicht tun? Sollte er etwas reden und nicht halten?
Jesus sprach zu Petrus: Du Kleingläubiger, warum hast du gezweifelt?