Geistlicher Impuls

Christus spricht: Ich bin das Licht der Welt.
Johannes 8,12

Endlich ist es soweit. Lichterzeit. Dekorationen, Kerzen, Lichterketten
– das ist meine Zeit. Was für eine tolle Symbolik! Draußen
ist es morgens lange dunkel und abends wird es schon früher dunkel
als sonst im Jahr.

Vor einigen Jahren waren wir in einem abgelegenen ungarischen
Dorf. Ich wanderte von einer Hochzeitsfeier mit dem Pfarrer durch
das Dorf, um den Gottesdienst am folgenden Morgen abzusprechen.
Unvorstellbar wie dunkel ein Weg durch ein Dorf ohne Straßenlampen
nachts sein kann. Das hatte ich so noch nie erlebt. Wie
schön ist es abends durch Lübecks Straßen zu gehen und die vielen
Lichter auch in den Häusern zu sehen. Für mich ein Sinnbild für das
Wort: Das Licht scheint in der Finsternis.

Jesus selbst bezeichnet sich als das Licht der Welt. Neben der Finsternis
gibt es ja auch viele irritierende Irrlichter. Sie helfen niemandem
wirklich. Nur Jesus kann beanspruchen, das Licht zu sein,
das wahre Licht.

Viele Menschen glauben seit alters her an die Heilsbedeutung von
Sonne, Mond und Sternen, beten sie sogar an. Da steht dann in der
Schöpfungsgeschichte: Der Herr setzt Lichtlein oder Funzeln an
den Himmel und dazu ein großes und ein kleines Licht. Für unseren
großen Gott sind die ehrfurchtgebietenden Gestirne nur Lichter,
die er anzündet und am Himmel verteilt. Dann kam Jesus – das
Licht. Er beleuchtet unser Leben, stellt Dinge ins Licht, die wir lieber
verdecken möchten, um uns die Chance zu einem neuen Leben
zu geben. Er bringt Licht in unsere dunklen Stunden. Er leuchtet als
Orientierungslicht in unser Leben hinein. Das erkennen wir vor allem
in seinem Wort in der biblischen Botschaft, besonders von dem
Kind in der Krippe, dem Heiland der Welt. Uns allen eine lichterfüllte
Advents- und Weihnachtszeit.

Ihr Michael Lohrer

Herrnhuter Losungen

Donnerstag, 14. Dezember 2017
Gott der HERR rief Adam und sprach zu ihm: Wo bist du? Und er sprach: Ich hörte dich im Garten und fürchtete mich; denn ich bin nackt.
Weil ihr nun Kinder seid, hat Gott den Geist seines Sohnes gesandt in unsre Herzen, der da ruft: Abba, lieber Vater!